Aktionswoche Alkohol vom 13.-21. Mai 2017: „Kein Alkohol unterwegs!“

Rund 7,3 Millionen Menschen in Deutschland trinken regelmäßig zu viel Alkohol. Folgen sind nicht nur Organschäden, sondern ein erhöhtes Risiko, alkoholabhängig zu werden. Wer außerdem mit Alkohol im Blut unterwegs ist, gefährdet nicht nur sich selbst, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer. Zu viele Menschen kommen durch alkoholisierte Fahrzeugführer jährlich ums Leben.

Die bundesweite Aktionswoche Alkohol vom 13. bis 21. Mai 2017 möchte mit den Botschaften „Alkohol? - Weniger ist besser!“ und  „Kein Alkohol unterwegs!“ möglichst viele Menschen aufmerksam machen.

Den wenigsten ist klar: Alkohol ist ein Zellgift und mitverantwortlich für über 200 Krankheiten. Er schädigt Organe, allen voran Leber und Bauchspeicheldrüse, Magen und Darm und er greift Zellen im Gehirn, im Nervensystem und im Herzkreislauf-System an.

Das Unfallrisiko im Straßenverkehr steigt bereits bei geringem Alkoholeinfluss - nicht nur für Autofahrende, sondern auch für Menschen, die mit dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs sind. Deshalb ruft die Aktionswoche Alkohol 2017 dazu auf, im Straßenverkehr auf Alkohol zu verzichten.

Es gibt also Grund genug, sich über dieses Thema und den eigenen Konsum Gedanken zu machen.

Bundesweite Organisatorin der Aktionswoche Alkohol ist die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS). Marlene Mortler, Drogenbeauftragte der Bundesregierung, ist die Schirmherrin. Bei einer Vielzahl von Veranstaltungen sollen alle, die Alkohol trinken – also 90 Prozent der Bevölkerung – angeregt werden, über den eigenen Alkoholkonsum nachzudenken und auf riskanten Konsum zu verzichten. 

Weitere Partner der Aktionswoche Alkohol sind wir -  die Rhein-Jura-Klinik in Bad Säckingen. Wir bieten mit unserem Angebot eine weitere Behandlungsmöglichkeit für Menschen mit Suchterkrankungen. In diesem Zusammenhang ist festzustellen, dass eine die Alkohol- oder Medikamentenabhängigkeit sehr häufig mit einer anderen psychischen Erkrankung verbunden ist. Patienten setzen anfangs Alkohol zur Beruhigung, zur Beendigung von Panikattacken ein, oder um Schlafen zu können. Das löst leider die Probleme nicht, sondern führt sekundär zur Entwicklung einer Abhängigkeit. In diesen Fällen muss man neben einer klassischen Suchttherapie die eigentliche Erkrankung behandeln, die Angststörung, Depression oder eine Traumafolgestörung. Umgekehrt greift eine Therapie der Grunderkrankung ohne Stabilisierung der Sucht zu kurz, nur ein kombinierter Ansatz erreicht langfristige Erfolge. Hier helfen spezialisierte Psychotherapietechniken und nicht abhängig machende Medikamente. Die Rhein-Jura-Klinik hat sich auf eine intensive Therapie solcher Störungen spezialisiert. In einem teilstationären oder vollstationären Aufenthalt können durch eine intensive störungsspezifische Psychotherapie beide Ansätze verfolgt und anhaltende Stabilisierungen erreicht werden. Im Anschluss an die stationäre Therapie werden die Patienten im Übergang in ihren Alltag durch Anbindung an das ambulante Suchthilfenetzwerk und eine weiterführende Psychotherapie begleitet, damit das Erlernte langfristig in die täglichen Routinen eingebaut werden kann.