Kostenträger

Welche Anforderungen haben die Kostenträger?

Wenn eine begründete medizinische Notwendigkeit bzw. eine Einweisung möglichst durch einen Facharzt der Bereiche Psychiatrie, Psychosomatik oder Psychotherapie vorliegt, wird die stationäre Behandlung durch private Krankenversicherungen und die staatliche Beihilfe in der Regel finanziert. Eine Einweisung ist neuerdings auch durch einen psychologischen Psychotherapeuten möglich. Beispiele für die Notwendigkeit einer akuten Krankenhausbehandlung sind:

  • Notwendigkeit einer Distanzierung von einem belastenden sozialen/beruflichen Umfeld
  • Keine ausreichende Wirksamkeit einer ambulanten Therapie
  • Schwere der Erkrankung
  • Hohes Risiko einer Chronifizierung bei Nichtbehandlung

Als Versicherter einer Privaten Krankenversicherung und Beihilfestelle sind nicht die Kostenträger, sondern Sie selbst unser Vertragspartner. Wir bitten Sie, die Kostenübernahme vor Beginn der Behandlung zu beantragen und sich die Kosten bewilligen zu lassen. Beihilfepatienten benötigen von Ihrer Beihilfestelle eine Bescheinigung über die Beihilfefähigkeit für die erforderliche stationäre Behandlung in der Rhein-Jura Klinik.

Zur Information und zum Einreichen bei Privatversicherung und/oder Beihilfestelle finden Sie hier unseren Kliniktarif [PDF] und den versicherungsrechtlichen Status [PDF] unserer Klinik.

Sollte die Aufnahme jedoch kurzfristig erfolgen, dass die Klärung der Kostenübernahme im Vorfeld nicht möglich ist, können die notwendigen Formalitäten auch von uns erledigt werden.

Was Sie über die Abrechnungsmodalitäten wissen sollten

Private Krankenversicherung

Den Tagespflegesatz können wir mit Ihrer privaten Krankenversicherung in der Regel direkt abrechnen. 

Die Ärztlichen Leistungen werden Ihnen persönlich nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) in der jeweils geltenden Fassung in Rechnung gestellt. Bitte reichen Sie diese dann bei Ihrer Versicherung ein.

Beihilfe  (keine Mehrkosten!)

Eine Direktabrechnung mit der Beihilfestelle ist nur bei manchen Beihilfestellen (z.B. LBV) möglich. Sie erhalten daher regelmäßige Zwischenrechnungen über Ihren Beihilfeanteil. Bitte reichen Sie diese Rechnungen dann umgehend bei Ihrer Beihilfestelle ein. Sollten Sie mit dem Abrechnungsmodalitäten der Beihilfestellen nicht vertraut sein, sind wir Ihnen beim Antragsverfahren gerne behilflich. 

Bitte beachten Sie, dass Ihre Beihilfestelle - je nach Bundesland und individuellem Versicherungstarif - einen Eigenanteil für gewisse Leistungen zum Abzug bringt. Ihre Beihilfestelle erteilt Ihnen dazu nähere Auskünfte.

 

Kostenträger Gesetzliche Krankenversicherung

Patienten, die über eine gesetzliche Krankenversicherung (sog. GKV-Patienten) versichert sind, können ebenfalls in der Rhein-Jura Klinik aufgenommen werden.  Hierfür muss vorab ein Bewilligungsantrag gestellt werden, der von der GKV als Einzelfall entschieden wird.

Detaillierte Infos finden Sie hier.
Gerne sind wir hierbei und auch bei der Erstellung eines Kostenvoranschlags behilflich. 

Sollte Ihre GKV die Aufnahme und Behandlung in unserer Klinik ablehnen, können Sie sich für das sog. "Kostenerstattungsverfahren" und freie Klinikwahl entschließen  .

Kostenerstattungsverfahren

Im Rahmen des sogenannten Kostenerstattungsverfahrens ist eine Kostenübernahme der gesetzlichen Krankenversicherung in bestimmten Fällen möglich – ausgenommen sind Entwöhnungsbehandlungen, bei denen die Rentenversicherungsträger Kostenträger sind. Auch gesetzlich versicherte Patienten können in einer Privatklinik aufgenommen und die entstehenden Kosten für den Aufenthalt von der gesetzlichen Krankenversicherung erstattet werden. Möglich wird dies durch eine Anfang 2013 neu geschaffene Regelung im Sozialgesetzbuch (§13 Abs. 2 SGB V). Danach können statt des bisher angewandten Abrechnungsverfahrens „Zahlung per Krankenversichertenkarte“* gesetzlich versicherte Patienten auch das sogenannte „Kostenerstattungsverfahren“ für einen Zeitraum von mindestens einem Kalendervierteljahr wählen. Dabei wird die Rechnung gegenüber der Klinik im ersten Schritt vom Patienten selbst beglichen. Der vorfinanzierte Betrag wird anschließend - entsprechend der Vorgehensweise bei privatversicherten Patienten - von der gesetzlichen Krankenversicherung rückerstattet.

Patienten, die die Möglichkeit einer Behandlung in einer Privatklinik nutzen wollen, haben daher vor dem Aufenthalt zunächst ihre gesetzliche Krankenkasse darüber zu informieren, dass sie für mindestens drei Monate, und beschränkt auf den stationären Bereich, das Verfahren der Kostenerstattung wählen möchten. Diese Wahl gilt dann innerhalb des genannten Zeitraumes für jede stationäre Behandlung, das heißt, z. B. auch für die Behandlung einer Verletzung in einem Unfallkrankenhaus.

Vorgehensweise und Informationen zur Kostenerstattung

1. Patienten wird empfohlen, zunächst einen formlosen Brief unter Nennung der Versichertennummer an seine gesetzliche Krankenversicherung zu senden. In dem Schreiben wird die Versicherung um eine schriftliche Genehmigung einer stationären Behandlung in einer privaten psychiatrischen Klinik (bei Wahl des Kostenerstattungsverfahrens nach §13 Abs. 2 SGB V oder aufgrund individueller Regelungen der entsprechenden Krankenkasse) gebeten.

2. Zudem ist es wichtig mitzuteilen, wenn bereits eine ambulante Psychotherapie-Behandlung absolviert wurde, die nicht den gewünschten Erfolg gezeigt hat. Über diese Schritte hinaus benötigt die gesetzliche Versicherung von dem behandelnden Arzt des Patienten (einem Facharzt für Psychiatrie, Neurologie oder psychosomatische Medizin und Psychotherapie) eine Krankenhauseinweisung (Verordnung einer Krankenhausbehandlung).

Diese muss folgende Dokumente enthalten:

• eine vorläufige Diagnose (F-Diagnose(n) nach ICD-10),

• die Aussage, dass eine ambulante Behandlung zum aktuellen Zeitpunkt nicht ausreichend ist,

• den Namen der Wunschklinik, in die der Patient eingewiesen werden möchte.

3. Sollte die Krankenversicherung einen Kostenvoranschlag für eine Behandlung benötigen, kann dieser jederzeit von der Rhein-Jura Klinik erstellt werden.

4. Im Rahmen der Genehmigung der Behandlung in der privaten Wunschklinik wird die Krankenkasse dem Patienten auch mitteilen, in welchem Umfang die Kosten der Behandlung erstattet werden, ob ein Verwaltungskostenabschlag (von max. 5%) erhoben wird und ob und wie lange der Patient an die Wahl des Kostenerstattungsverfahrens gebunden ist.

5. Auch wenn der Patient eine private Zusatzversicherung („Chefarztbehandlung“) für eine stationäre Krankenhausbehandlung abgeschlossen hat, wird empfohlen, die Einweisung des Arztes und ein fachärztliches Gutachten nach Möglichkeit vor der Anreise einzureichen.

Gerne ist die Rhein-Jura Klinik hierbei behilflich.

 

 

Schnelle Informationen

Der Aufenthalt
Hier finden Sie eine Liste zur Vorbereitung auf Ihren Klinikaufenthalt [PDF]


Kostenübernahme
Den versicherungsrechtlichen Status der Rhein-Jura Klinik zur Klärung der Kostenübernahme durch die PKV/Beihilfe finden Sie hier [PDF]


Information & Anmeldung
Montag bis Sonntag erreichen Sie uns unter dieser Nummer: T +49 7761 5600 0
info@rhein-jura-klinik.de