Qualifizierter Entzug

Qualifizierter Entzug

Bei psychischen Erkrankungen versuchen manche Menschen, die Symptome durch beruhigende Substanzen wie zum Beispiel Alkohol zu kontrollieren. Dabei kann der Konsum außer Kontrolle geraten, sich verselbstständigen und damit auf einmal zum Hauptproblem werden. Sollte es bei Ihnen erforderlich sein, abhängigkeitserzeugende Substanzen wie zum Beispiel Beruhigungsmittel zu entziehen, weil bei einem spontanen Absetzversuch Entzugssymptome auftreten könnten, dann machen wir dies unter einer engmaschiger Überwachung Ihres Gesundheitszustandes und durch den symptomorientierten Einsatz unterstützender Medikamente.

Beim qualifizierten Entzug zum Beispiel zur Alkoholentwöhnung erstellen wir gemeinsam mit Ihnen eine Analyse Ihres Konsumverhaltens, erörtern seinen Zweck und Effekt und besprechen Pro und Contra Ihres Konsums sowie der Abstinenz. Damit stärken wir Ihre Motivation für ein selbstbestimmtes Leben. Primäres Ziel ist dabei die eigene Auseinandersetzung mit Ihrem Substanzkonsum und Ihre Entscheidung für einen neuen Weg im Umgang zum Beispiel mit Alkohol. Während der Therapie ist oft eine eingehende Analyse des wechselseitigen Zusammenhangs zwischen psychiatrischer Symptomatik wie zum Beispiel Schlafstörungen und Substanzkonsum erforderlich. Daraus folgen Diagnosen zum Beispiel für alternative Strategien im Umgang mit den Symptomen, die zum Substanzkonsum geführt haben.

In einem weiteren Schritt helfen wir Ihnen beim Training von Fertigkeiten zur Stabilisierung der Abstinenz. In persönlichen Gesprächen erörtern unsere Mediziner mit Ihnen, welche Unterstützungsmaßnahmen in Ihrem sozialen Umfeld oder in Ihrer Psychotherapie dabei für Sie hilfreich sind. Außerdem besprechen wir Strategien im Umgang mit rückfallkritischen Situationen und üben diese gemeinsam mit Ihnen ein.

Einen Artikel von Dr. med. Andreas Jähne zum Thema "Wann wird Daddeln zum Problem?" können Sie hier lesen.