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Manie

Die Manie ist ein Psychotisches Krankheitsbild. Bezeichnend sind gehobene Stimmung, gesteigerter Antrieb, erhöhte Aktivität,  Enthemmtheit, Reizbarkeit, Selbstüberschätzung und vermindertes Schlafbedürfnis. Die Manie kann als eigenständiges Krankheitsbild, aber oft auch im Zusammenhang mit anderen psychischen Störungen auftreten. Gehobene Stimmung, Rededrang, ein geringes Schlafbedürfnis, Selbstüberschätzung und übermäßige Geldausgaben sind typische Begleiterscheinungen. Fast alle Patienten, die eine manische Phase erlebten, leiden auch an depressiven Phasen. Man spricht dann von einer manisch-depressiven (=bipolaren) Störung. Die bipolare Störung wird mit einer Kombination von kognitiver Verhaltenstherapie und medikamentöser Therapie behandelt.


Manisch-depressive Störung

Unter "Manisch-depressive Störung" oder auch "Bipolare Störung" versteht man eine affektive Erkrankung, die durch wiederholte (d. h. wenigstens zwei) Episoden charakterisiert ist, in denen Stimmung und Aktivitätsniveau des Betreffenden deutlich gestört sind. Phasen der Manie werden abgewechselt von Zeiten der Depression.  Die typischen Symptome der Manie sind neben unbegründet gehobener Stimmung rastlose Aktivität und Unruhe, Rededrang und Verlust sozialer Hemmungen, unkontrollierter Umgang mit Geld, Alkohol- und Drogenkonsum sowie ein niedriges Schlafbedürfnis. Dagegen sind die Symptome in der Depression oft Schwermut, Freud- und Mutlosigkeit, Interessenverlust, gesteigerte Ermüdbarkeit, Grübeln, Verlust des Selbstvertrauens, Ängste und Pessimismus, Schuldgefühle und vermindertes Konzentrationsvermögen. Die Erkrankung wird meistens mit drei aufeinander aufbauenden Therapieverfahren behandelt. Befindet sich der Betroffene zum Zeitpunkt der Diagnose in einer akuten Phase, kommt die Akutbehandlung zum Einsatz. Hierbei wird versucht, den Betroffenen aus seiner derzeitigen Phase herauszuholen und den Leidensdruck zu nehmen. Nach Normalisierung der Stimmungslage folgt die Erhaltungstherapie, in der der Betroffene stabilisiert werden soll. Durch die sog. Rückfallvorbeugung kann das Rückfallrisiko gesenkt werden. Dabei wird dem Betroffenen auch geholfen, sich wieder ins soziale Umfeld und in den Beruf einzugliedern. In den meisten Fällen wird die Therapie mit Medikamenten unterstützt. Daneben werden i. d. R. zusätzlich Gesprächs- und Gruppentherapien verordnet.


Musiktherapie

Die Musiktherapie setzt die Musik als therapeutisches Element ein. Mithilfe von Instrumenten, der Stimme oder anderen Hilfsmittel wird der Patient motiviert zu musizieren und damit seine Empfindungen auszudrücken. Die Musiktherapie kann aktiv oder passiv (durch Hören) der Wiederherstellung, Erhaltung und Förderung seelischer, körperlicher und geistiger Gesundheit dienen.