Rhein Jura Klinik Glossar

Narkolepsie

Die Narkolepsie, im Volksmund auch ’Schlafkrankheit’ oder ’Schlummersucht’ genannt, gehört zur Gruppe der Schlafstörungen (Dyssomnie), der eine neurologische Erkrankung des Schlaf-Wach-Rhythmus zu Grunde liegt. Sie äußert sich bevorzugt durch einen starken Schlafdrang, manchmal in einem ausgelösten Schlafzwang. In der Abgrenzung zum übermäßigen Schlaf (Hypersomnie) handelt es sich hierbei um eine systemische Störung, die nicht nur durch ein allgemein erhöhtes Schlafbedürfnis, sondern vor allem durch eine tiefgreifende Störung der Schlafrhythmik charakterisiert ist.


Neurobiologie

Die Neurobiologie beschäftigt sich mit dem Aufbau des Nervensystems, mit seiner Funtionsweise und mit dem Zusammenwirken im Gewebe. Außerden untersucht die Neurobiologie die (physiologischen) Grundlagen des Lernens, die Wahrnehmung und andere aus der Psychologie bekannter Prozesse. In der jüngsten Vergangenheit wurden die neurobiologischen Grundlagen psychischer Störungen grundlegend erforscht. So konnten Zusammenhänge zwischen hirnstrukturelle Auffälligkeiten und z.B. Depressionen nachgewiesen werden, auch neurobiologische Aspekte von Suchterkrankungen sind gut erforscht. Auch ist nachgewiesen worden, dass durch Psychotherapie psychische Prozesse und damit neuronale Strukturen nachhaltig verändert werden könnten.


Neuropsychiatrie

Die Neuropsychiatrie befasst sich mit dem komplexen Verhältnis zwischen Gefühlen, Persönlichkeit, Verhalten, intellektuellen Fähigkeiten und der Funktion des Gehirns. Letztere basiert auf neurobiologischen Prozessen des Nervensysems. Die Krankheitsbilder der Psychiatrie sind nach Auffassung der Neuropsychiatrie Ausdruck einer Funktionsstörung des Gehirns


Neurose

Die Neurose ist Ausdruck für psychische Störungen ohne nachweisbare körperliche Ursache. Häufige Formen sind Zwangs- und Angstneurosen. Zu den psychischen Symptomen der Neurose gehören Angst, Depression, Entfremdung. Bei den körperlichen Symptome können (vorübergehende) Lähmungen, Blindheit oder Stimmverlust als Ausdruck des seelischen Konflikts auftreten (=Konversionsstörungen). Der Realitätsbezug ist bei neurotischen Störungen nicht eingeschränkt.