Rhein Jura Klinik Glossar

Panikattacke

Eine Panikattacke ist ein anfallsartig auftretender Zustand heftiger Angst, charakteristischer Weise verbunden mit oft bedrohlich erlebten körperlichen (psycho-vegetativen) Symptomen wie:

  • Angst zusammenzubrechen, zu sterben oder den Verstand zu verlieren
  • Beklemmungsgefühl
  • Herzrasen
  • gefühlter Pulsschlag
  • Schweissausbruch
  • Hitzegefühl
  • Atemnot
  • Zittern

Die genannten typischen körperlichen Symptome einer Panikattacke sind Ausdruck der durch die Angst ausgelösten Stressreaktion des Körpers.
Manchmal erleben die Patienten diese körperlichen Symptome als so bedrohlich und dominant, dass sie die Angst nicht als Ursache, sondern als Folge begreifen und überzeugt sind, es handele sich um einen Herzinfarkt oder eine andere schwerwiegende körperliche Krankheit. Panikattacken sind das einzige Symptom der sogenannten "Panikstörung". Ein Synonym für Panikattacken ist der Begriff "Herzangstsyndrom"


Parasomnie

Bei den Parasomnien handelt es sich um Störungen, die aus dem Schlaf heraus, d.h. beim Erwachen oder teilweise Erwachen auftreten.


Persönlichkeitsstörungen (z.B. bei Selbstwertkrisen)

Als Persönlichkeitsstörung werden Verhaltensmuster bezeichnet, die als wenig flexibel oder situationsbezogen erscheinen. Der Persönlichkeitsstörung liegen häufig ungünstige Entwicklungsbedingungen in der Kindheit und / oder späteren Lebensabschnitten, genetischer Faktoren und /oder erworbener Hirnschäden zugrunde. Die persönliche und soziale Funktions- und Leistungsfähigkeit ist meistens beeinträchtigt.


Phobie

Als Phobie wird die Furcht vor einem Objekt, einer Situation oder einer Aktivität, verbunden mit der Vermeidung der angstauslösenden Momente bezeichnet. Der betroffenen Person ist klar, dass die Phobie (Furcht) und das daraus resultierende Verhalten in keinem Verhältnis zur tatsächlichen Bedrohung stehen.


Posttraumatische Belastungsstörungen (PTSD)

Personen, die an einer Posttraumatischen Belastungsstörung leiden («post-traumatic stress disorder», PTSD), haben ein Ereignis überstanden, welches ihr Leben oder ihre körperliche Integrität bedrohte. Häufig rufen solche Erlebnisse kurzfristig heftige emotionale Reaktionen hervor wie z.B. Angst, Hilflosigkeit oder Grauen. Auslöser von PTSD können sein:

  • Schwere Unfälle
  • Terrorismus und Entführungen
  • Körperliche u. sexuelle Gewalt
  • Folter
  • Naturkatastrophen
  • Technische Katastrophen
  • Kriegerische Ereignisse

Typische Symptome sind: Wiedererleben (Flashbacks, Angstträume, ständige Erinnerung), Vermeiden von Orten, Situationen und Gedanken, die an das Trauma erinnern, eingeschränkte Gefühle sowie allgemeine Stress-Symptome.
Wenn diese länger als einen Monat andauern, kann die Diagnose einer PTSD gestellt werden. Eine Posttraumatische Belastungsstörung kann in jedem Alter auftreten. Die Therapie wird an die individuelle Situation der Patientin oder des Patienten angepasst (Psychotherpaie / Pharmakotherapie) .


Psychiaterin / Psychiater

Arzt, Ärztin mit abgeschlossener Weiterbildung zum Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie .


Psychopharmakotherapie

Pharmakotherapeutische Medikamente werden gezielt zur Beeinflussung von Stimmung, Angst, Unruhe und Wahrnehmung verordnet und durch psychotherapeutische Massnahmen begleitet.


Psychose

Die Psychose ist eine psychiatrische Erkrankungen mit meist erheblichen Beeinträchtigungen des Realitätsbezugs, Bewusstseinsstörungen (z. B. Halluzinationen, Hören von Stimmen) und mangelnder Fähigkeit, den üblichen sozialen Normen zu genügen. Die häufigsten Formen der Psychose sind Schizophrenie und manisch-depressive Störungen.


Psychotherapie

Die Psychotherapie ist ein wissenschaftlich fundiertes Therapieverfahren, bei dem psychische Störungen mit Hilfe von psychologischen Mitteln, hauptsächlich mit Gesprächen behandelt werden. Es gibt zahlreiche verschiedene Psychotherapieverfahren. Durchgeführt werden darf sie von Psychiatern und nichtärtzlichen Psychotherapeuten.