Kostenträger

Gesetzliche Krankenversicherung (GKV)

Der Weg für gesetzlich Versicherte (GKV Patienten) in die Rhein-Jura Klinik

Patienten, die über eine gesetzliche Krankenversicherung (sog. GKV-Patienten) versichert sind, können ebenfalls in der Rhein-Jura Klinik für eine psychiatrische, psychosomatische oder psychotherapeutische Behandlung aufgenommen werden.  

Hierfür müsste vorab ein Bewilligungsantrag gestellt werden, der von der GKV als Einzelfall entschieden wird. Diejenigen gesetzlichen Krankenkassen, die Ihre Satzung dahingehend geändert haben, dass auch gesetzlich Versicherte die Möglichkeit haben, in eine Privatklinik zu gehen, können ihren Versicherten eine Behandlung in der Rhein-Jura Klinik genehmigen. Doch es gibt auch eine Alternative zur Einzelfallentscheidung:

WIR EMPFEHLEN DAS KOSTENERSTATTUNGSVERFAHREN

Im Rahmen des sogenannten Kostenerstattungsverfahrens ist eine Kostenübernahme der gesetzlichen Krankenversicherung möglich – ausgenommen sind Entwöhnungsbehandlungen, bei denen die Rentenversicherungsträger Kostenträger sind.

Durch eine Anfang 2013 neu geschaffene Regelung im Sozialgesetzbuch (§13 Abs. 2 SGB V) können statt des bisher angewandten Abrechnungsverfahrens „Zahlung per Krankenversichertenkarte“* gesetzlich versicherte Patienten auch das sogenannte „Kostenerstattungsverfahren“ für einen Zeitraum von mindestens einem Kalendervierteljahr wählen. Dabei wird die Rechnung gegenüber der Klinik im ersten Schritt vom Patienten selbst beglichen. Der vorfinanzierte Betrag wird anschließend - entsprechend der Vorgehensweise bei privatversicherten Patienten - von der gesetzlichen Krankenversicherung rückerstattet.

Patienten, die die Möglichkeit einer Behandlung in einer Privatklinik nutzen wollen, haben daher vor dem Aufenthalt zunächst ihre gesetzliche Krankenkasse darüber zu informieren, dass sie für mindestens drei Monate, und beschränkt auf den stationären Bereich, das Verfahren der Kostenerstattung wählen möchten. Eine Beratung oder Zustimmung der gesetzlichen Krankenkasse ist nicht mehr erforderlich. Diese Wahl gilt dann innerhalb des genannten Zeitraumes für jede stationäre Behandlung, das heißt, z. B. auch für die Behandlung einer Verletzung in einem Unfallkrankenhaus. Ambulante Behandlungen oder die Zahnärztliche Versorgung können in dieser Zeit weiter über die Krankenkassenkarte abgewickelt werden.

Jeder gesetzlich Versicherte kann dieses Verfahren ohne explizite Zustimmung der Krankenkasse in Anspruch nehmen. Dabei kann das Verfahren für einen selbst und /oder für die Angehörigen gewählt werden. Angehörige, die älter als 15 Jahre sind, können auch selbständig entscheiden, ob sie das Verfahren nutzen möchten oder nicht.

VORGEHENSWEISE UND INFORMATIONEN ZUR KOSTENERSTATTUNG

1. Schreiben Sie vor Beginn einer stationäre Maßnahme einen formlosen Brief (hier das Musteranschreiben) unter Nennung Ihrer Versichertennummer an Ihre gesetzliche Krankenversicherung. In dem Schreiben wird die Versicherung über eine stationäre Behandlung in einer privaten psychiatrischen Klinik (bei Wahl des Kostenerstattungsverfahrens nach §13 Abs. 2 SGB V oder aufgrund individueller Regelungen der entsprechenden Krankenkasse) informiert.

2. Falls bereits eine ambulante Psychotherapie-Behandlung absolviert wurde, die nicht den gewünschten Erfolg gezeigt hat, teilen Sie dies Ihrer Krankenkasse ebenfalls mit. Darüber hinaus benötigt die gesetzliche Krankenversicherung von dem behandelnden Arzt des Patienten (einem Facharzt für Psychiatrie, Neurologie oder psychosomatische Medizin und Psychotherapie) eine Krankenhauseinweisung (Verordnung einer Krankenhausbehandlung).

Diese muss folgende Inhalte enthalten:

eine vorläufige Diagnose (F-Diagnose(n) nach ICD-10),

die Aussage, dass eine ambulante Behandlung zum aktuellen Zeitpunkt nicht ausreichend ist,

den Namen der Wunschklinik, in die der Patient eingewiesen werden möchte.

3. Sollte Ihre Krankenversicherung einen Kostenvoranschlag für eine Behandlung benötigen, kann dieser jederzeit von der Rhein-Jura Klinik erstellt werden.

4. Im Rahmen der Bestätigung der Behandlung in der privaten Wunschklinik wird die Krankenkasse Ihnen dann auch mitteilen, in welchem Umfang die Kosten der Behandlung erstattet werden, ob ein Verwaltungskostenabschlag (von max. 5%) erhoben wird und ob und wie lange Sie an die Wahl des Kostenerstattungsverfahrens gebunden ist.

5. Wenn Sie eine private Zusatzversicherung („Chefarztbehandlung“ oder "Unterbringung im Doppel- oder Einzelzimmer" o.ä.) für eine stationäre Krankenhausbehandlung abgeschlossen haben, wird außerdem empfohlen, eine Kopie der Einweisung des Arztes nach Möglichkeit vor der Anreise bei der Zusatzversicherung einzureichen.

Ein Musterschreiben zur Wahl des Kostenerstattungs­verfahrens nach § 13 Abs. 2 SGB V können Sie hier herunterladen.

Gerne ist die Rhein-Jura Klinik bei der Beantragung behilflich.

Die gesetzliche Krankenversicherung erstattet Patienten i.d.R. nur jene Kosten, die auch bei einem Aufenthalt in einem öffentlichen Krankenhaus entstanden wären (ggfs. abzüglich eines Verwaltungskostenabschlages). Die Berechnungs­grundlage der Kosten einer stationären Behandlung für den jeweiligen Tagessatz orientiert sich meistens an einer Vergleichsklinik in Wohnortnähe des Patienten. Daraus ergeben sich Tagessätze mit einer Bandbreite von 250-320 €.

Beispiele Tagessätze: 
Uniklinik Freiburg  (ca.)     295 €
Charité Berlin (ca.)            279 €
Uniklinik Göttingen (ca.)    327 €

Keine Mehrkosten außer Eigenanteile
Wie bei jedem stationären Klinikaufenthalt tragen die Patienten den gesetzlichen Zuzahlungsbetrag von 10 € pro Krankenhaustag für maximal 28 Tage im Kalenderjahr. Diese Regelung gilt auch für die Aufnahme in einer Privatklinik. Verfügt der Patient über eine private Zusatz­versicherung für den Ein- oder Zweitbettzimmerzuschlag oder für sogenannte „Chefarztbehandlungen“ (Wahlleistungs­behandlung), lassen sich hierüber häufig weitere Kosten abdecken. Viele Patienten haben zudem eine Krankentage­geldversicherung, die bei Krankenhausbehandlung finanzielle Unterstützung leistet. So verbleiben in vielen Fällen keine - oder nur kleine - Zuzahlungsbeträge für den Patienten. 

Gerne ist die Rhein-Jura Klinik bei der Beantragung behilflich.

ANTWORTEN AUF MÖGLICHE FRAGEN UND EINWÄNDE:

 

1. Erhöhter Verwaltungsaufwand?

Man rechnet selbst und meist zweimal ab, einmal mit der Kasse und einmal mit der Restkostenversicherung – dafür steht auch eine deutlich bessere medizinische Versorgung zur Verfügung.


2. Die gesetzlichen Kassen ziehen Verwaltungskosten vom Rechnungsbetrag ab, muss man diese selbst tragen?

Die Krankenkassen verunsichern gern mit der Behauptung, es würden massive Selbstkosten verbleiben. Es dürfen jedoch nur max. 5% (höchstens  25,-€ )  als Verwaltungskostenabschlag von der gesetzlichen Krankenversicherung abgezogen werden. Bei Bestehen einer Zusatzversicherung würde auch dieser Anteil mit übernommen werden.

 

3. Dürfen nur Kliniken mit Kassenzulassung mit dem Kostenerstattungsprinzip abgerechnet werden?

Das ist nicht korrekt, grundsätzlich können auch Privatkliniken/-ärzte in Anspruch genommen

 4. Wer einmal wechselt, kommt nicht mehr “zurück“?

Das stimmt so nicht…. Richtig ist, dass ein Wechsel zwischen den Systemen zum Quartal möglich ist, also 4-mal pro Jahr und das jedes Jahr.

 5. Müssen immer alle Mitglieder der Familie wechseln?

 Es können auch Einzelpersonen wechseln, zum Beispiel können die Kinder in das Kostenerstattungsprinzip wechseln während die Eltern im Sachleistungsprinzip verbleiben, ganz nach Belieben.

Schnelle Informationen

Der Aufenthalt
Hier finden Sie eine Liste zur Vorbereitung auf Ihren Klinikaufenthalt [PDF]


Kostenübernahme
Den versicherungsrechtlichen Status der Rhein-Jura Klinik zur Klärung der Kostenübernahme finden Sie hier [PDF]


Musteranschreiben Kostenerstattungsverfahren 
Ein Musterschreiben zur Wahl des Kostenerstattungs­verfahrens nach § 13 Abs. 2 SGB V finden Sie hier. [DOC]


Kliniktarif
Der Kliniktarif gibt Ihnen eine Übersicht über unsere Leistungen und Entgelte [PDF]


Information & Anmeldung
Montag bis Sonntag erreichen Sie uns unter dieser Nummer: T +49 7761 5600 0
info@rhein-jura-klinik.de