Einladung zum Symposium in Freiburg

Herausforderungen in der Therapie:
Psychische Störungen der Emotionsregulation
im Jungen Erwachsenenalter

Sehr gerne begrüßen wir Sie am 21. März 2018 im Dorint Hotel an den Thermen in Freiburg zu unserem Symposium „Herausforderungen in der Therapie: Psychische Störungen der Emotionsregulation im Jungen Erwachsenenalter“ – einem Dialog mit Betroffenen und Behandlern.

Datum und Uhrzeit:     Mi, 21.03.2018, 15:00 - 19:00 Uhr
Ort:                                     Dorint Hotel an den Thermen, Freiburg im Breisgau (siehe Anfahrt)

Emotionale Empfindlichkeit und Instabilität sind wesentliche Charakteristika der normalen Adoleszenz. Sie gehören zu den wichtigen Voraussetzungen der personalen und sozialen Neuorientierung in dieser Entwicklungsphase. Was aber, wenn die Gefühle Überhand nehmen? Wenn die Steuerungsprozesse versagen und die individuellen Entwicklungsaufgaben behindern? Wenn das Selbstkonzept und der Selbstwert beschädigt werden und nur noch dysfunktionale Strategien zu helfen scheinen? Selbstverletzungen, Hochrisikoverhalten, aggressive Durchbrüche sind nur die sichtbare Seite der Medaille. Scham- und Schuldgefühle, Selbsthass und -Verachtung dominieren die innerpsychischen Prozesse. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen isolieren sich in ihren Peer-Gruppen, erleben sich als Außenseiter und Verlierer in unserer zunehmend kompetitiven Gesellschaft - die besten Voraussetzungen, um langfristig psychische Störungen zu entwickeln und aufrecht zu erhalten: Borderline-Störungen; Essstörungen; Störungen des Sozialverhaltens und Angststörungen, sind engstens mit Problemen der Emotionsregulation verknüpft- um nur einige zu nennen. 

Erfahren Sie hier mehr zum Thema Psychische Erkrankungen im Jungen Erwachsenenalter.

ES ERWARTEN SIE FOLGENDE Referenten:

Prof. Dr. med. Michael Kaess
Direktor der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, Universität Bern

Prof. Dr. med. Martin Bohus
Wissenschaftlicher Direktor d. Instituts f. Psychiatrische u. Psychosomatische Psychotherapie am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim 

Yvonne Scharf
Peer Coach, Adoleszentenzentrum  am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim

Priv. Doz. Dr. med. Andreas Jähne
Ärztlicher Direktor d. Rhein-Jura Klinik

ES ERWARTEN SIE FOLGENDE Vorträge:

Epidemiologie riskanter und selbstschädigender Verhaltensweisen und ihr Zusammenhang mit psychischen Erkrankungen am Übergang zwischen Jugend und Erwachsenenalter

Prof. Dr. med. Michael Kaess

Direktor der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, Universität Bern

Psychische Erkrankungen scheinen in den letzten Jahren zugenommen zu haben, insbesondere finden sich Häufungen in den jüngeren Geburtskohorten. Eine frühe Erkennung und Behandlung betroffener junger Menschen ist wichtig, um Folgeschäden und Chronifizierungsprozesse zu minimieren. Einen besonderen Stellenwert in der Früherkennung von Störungen der Emotionsregulation haben im Jugendalter sogenannte riskante und selbstschädigende Verhaltensweisen. Besonders in den letzten Jahren sind zunehmend belastbare Daten zur Häufigkeit und Bedeutung von Selbstverletzungen und anderen potenziell selbstschädigenden Verhaltensweisen in der Adoleszenz gewonnen worden, die ein neues Licht auf die Erkrankungen, wie zum Beispiel auch die Borderline-Persönlichkeitsstörung, werfen können. Prof. Dr. Kaess gibt einen Überblick über das vorhandene Wissen und berichtet interessante Ergebnisse aus eigenen Studien.

Wirksame Behandlungsmöglichkeiten der emotionalen Instabilität

Prof. Dr. med. Martin Bohus

Wissenschaftlicher Direktor d. Instituts f. Psychiatrische u. Psychosomatische Psychotherapie am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim 

In den letzten Jahren wurden einige störungsspezifische Behandlungsprogramme zur Bearbeitung von psychischen Störungen in Folge emotionaler Instabilität entwickelt und evaluiert. Basierend auf neueren Untersuchungen zu neuro-psychologischen Wirkmechanismen kann die oft komplexe Psychopathologie besser verstanden und klassifiziert werden und die entsprechenden therapeutischen Interventionen zielgerichtet und individualisiert eingesetzt werden. Der Vortrag gibt einen Überblick über die neuesten Entwicklungen und viele praxisnahe Tipps.

Das Peer-Coach Modell: Wie können junge Erwachsene von Betroffenen profitieren?

Yvonne Scharf

Peer Coach am Adoleszentenzentrum, ZI Mannheim

Gerade für Jugendliche und Junge Erwachsene ist es oft schwierig, Behandlungsangebote anzunehmen. Viele fühlen sich "geschickt" und sehen Therapeuten als verlängerte Arme ihrer Erziehungsberechtigten. Hier hat sich die Arbeit von Betroffenen-Peer Coaches hervorragend bewährt: Ehemalige Patienten finden oft einfachere Zugangswege, können besser motivieren und dienen manchmal auch als erfolgreiches Rollenmodell. Im neuen Adoleszentenzentrums am ZI Mannheim wurde dieses Modell entwickelt und erfolgreich erprobt. Frau Scharf berichtet als ehemalige Betroffene aus ihrer eigenen klinischen Praxis - und steht Ihnen für alle Fragen zu Verfügung.

Das Behandlungskonzept für junge Erwachsene an der Rhein-Jura Klinik Bad Säckingen

Priv. Doz. Dr. med. Andreas Jähne

Ärztlicher Direktor d. Rhein-Jura Klinik

weitere Infos folgen in Kürze

Anmeldung

Anmeldung Symposium Freiburg

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Infomaterial

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Junge Erwachsene im Wechsel der Lebensphasen zu unterstützen und ihnen dabei zu helfen, Entwicklungsprobleme und Krankheitssymptome zu überwinden, ist das Ziel dieses Symposiums. Erfahrene Experten, Patienten und ehemals Betroffene ermöglichen im Trialog gemeinsam einen offenen Austausch und neue Einblicke in das Thema.

 

 

Priv. Doz. Dr. med. Andreas Jähne

Ärztlicher Direktor

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