Gesunde Ernährung und Depression – über den Zusammenhang von Nahrungsmitteln und Psyche

Gesunde Ernährung und Depression – über den Zusammenhang von Nahrungsmitteln und Psyche

Der Mensch ist, was er isst – das wusste schon der deutsche Philosoph Ludwig Feuerbach. Tatsächlich konnte bis heute in zahlreichen Studien ein kausaler Zusammenhang von Ernährung und dem Ausbruch einer Depression nachgewiesen werden. Nicht nur präventiv sollte man deshalb auf seine Ernährung achten. Auch bei einer vorhandenen Erkrankung hat die richtige Ernährung die Macht, diese positiv zu beeinflussen.

Immer mehr Studien untermauern mittlerweile die Überzeugung vieler Wissenschaftler, naturheilkundlicher Ärzte und Heilpraktiker, wonach die Ernährungsweise und depressive Erkrankungen unmittelbar miteinander verbunden sind.

Forscher entdeckten einen entgegengesetzten Zusammenhang zwischen dem Depressionsrisiko und dem Verzehr von Folaten, Omega-3-Fettsäuren, einfach ungesättigten Fettsäuren, Obst, Gemüse, Nüssen und Hülsenfrüchten. Die Ergebnisse zeigten eindeutig, dass die Ernährung und die damit verbundene Nährstoffversorgung das Risiko, an Depressionen zu erkranken verringern kann.

Depressionen können durch vielerlei Faktoren ausgelöst werden: Krisen, Verluste, schlimme Kindheitserfahrungen oder genetische Veranlagung. Dies führt zu einem Ungleichgewicht von chemischen Botenstoffen – den Neurotransmittern.

In dieser Nahrung fehlen viele lebenswichtige und hirnrelevante Nährstoffe.

Zusammenfassung
Durch eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung, die auf naturnahe und wenig verarbeitete Bestandteile setzt und nährstoffreich ist, kann das Wohlbefinden positiv beeinflusst werden. Diese Ernährung kann auch in der Therapie psych. Erkrankungen unterstützen.

Praktische Tipps für eine gesunde Ernährung

Damit Sie wissen, mit welchen Lebensmitteln Sie sich gesund ernähren können und welche Nahrungsmittel für die Bildung von Neurotransmittern im Gehirn wichtig sind haben wir Ihnen eine praktische Übersicht erstellt.

Neurotransmitter

Dopamin ist ein Neurotransmitter, der bei Mangel sowohl apathisches Verhalten als auch fehlende Liebesfähigkeit hervorrufen kann. In diesem Zusammenhang empfehlen wir Ihnen, viel Geflügel, Banane, Avocado, Nüsse, Paprika, Mohrrüben sowie Schalentiere zu konsumieren.

Depressionen, Gereiztheit und Schlafstörungen können durch zu wenig Serotonin entstehen. Sie können gegen diese Mangelerscheinung vorgehen, indem Sie Kartoffeln, Fenchel, Feigen, Spinat und Tomaten verzehren. In diesen Lebensmitteln befinden sich Vorstufen des Neurotransmitters.

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie antriebslos und depressiv sind, dann greifen Sie in Zukunft mehr zu Geflügel, Rindfleisch, Fisch, Käse, grünem Gemüse, Avocado, Hafer, Äpfel, Ananas, Banane oder Mandeln. Diese Lebensmittel enthalten Bausteine, aus denen der Körper Noradrenalin bilden kann. Ein Mangel von Noradrenalin kann außerdem zu Übergewicht führen.

Gamma-Aminobuttersäure sorgt für Entspannung und innere Ruhe. Fehlt dem Körper etwas von diesem Neurotransmitter, so kann sich dies bei manchen Menschen als Angststörung und Unruhe auswirken. Gute Gamma-Aminobuttersäure-Quellen sind Weizenkleie und Fisch.

Gesunde Fette

Für den Auslöser einer Depression können auch Nährstoff- und Vitalstoffdefizite – wie ein Mangel an gesunden Fettsäuren – eine Rolle spielen. Wissenschaftliche Untersuchungen haben deutlich gemacht, dass der Ausbruch einer Depression mit einem Mangel an mehrfach ungesättigten Fettsäuren in Verbindung gebracht werden kann. Diese gesunden Fettsäuren sind für Gehirn- und Nervenzellen ein wichtiger Baustein.

Verschiedene, wissenschaftlich belegte Studien zeigen, dass eine regelmäßige Aufnahme von Omega-3-Fettsäure zu einer deutlichen Verbesserung von Depression führen kann. Somit scheint es, dass Depression auch die Folge eines Omega-3-Mangels sein kann.

Etwa 60 % des Trockengewichts unseres Gehirns besteht aus Fett. Gesunde, mehrfach ungesättigte Fettsäuren bilden die Basis für ein gesundes Zellwachstum und gesunden Zellstoffwechsel. Als wertvolle Lieferanten bieten sich hochwertige, natürliche und schonend gepresste Öle wie das Leinöl an. Leinöl ist eine der besten Quellen für hochwertige Omega-3-Fettsäuren.

Damit Ihr Körper von den gesundheitsfördernden Eigenschaften des Leinöls profitieren kann, sollten Sie unbedingt auf Qualität achten. Das Öl sollte aus kontrolliert biologisches Landwirtschaft stammen und am besten schon beim Händler kühl und dunkel gelagert werden (auch zuhause!). Jeden Morgen ein bis zwei Esslöffel Leinöl zu Magerquark und frischem, saisonalem Obst bilden die beste Basis für einen gesunden Start in den Tag und für einen langfristig gedeckten Bedarf an Omega-3-Fettsäuren.

Als Faustregel für eine gesunde Ernährung gilt: Kohlenhydrate (auch Zucker und Alkohol) sind eher ungünstig, ungesättigte Fettsäuren und Vitamine tun uns dagegen gut. Wer sich zum Beispiel an eine mediterrane Ernährung mit Olivenöl, frischen Früchten und Gemüse, Fisch und magerem Fleisch hält, hat mehr vom Leben.