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CBASP-Therapie für chronische Depression

Innovativ und individuell

Chronische Depression mit der innovativen CBASP-Therapie behandeln
19. Oktober 2018 / Chronische Depression

Die effizientesten Therapien bei einer chronischen Depression

"Ich möchte es so beschreiben: Über meinem ganzen Leben liegt ein grauer Schleier. Solange ich denken kann, fühle ich mich von der Welt abgeschnitten. Selbstvertrauen? Was ist das? Ich kann schon gar nicht mehr zählen, wie häufig ich meinen Job gewechselt habe. Ich konnte es ja nie jemandem recht machen. Inzwischen weiß ich wenigstens, dass ich chronisch depressiv bin. Ich habe bereits mehrere Therapien hinter mir und auch schon einige Medikamente ausprobiert. Dadurch ging es mir manchmal ein bisschen besser, aber nur vorübergehend. Inzwischen komme ich tagelang nicht mehr aus dem Bett raus, und aus meiner Wohnung schon gar nicht. Deshalb habe ich zurzeit auch keine Arbeit mehr. Ich habe große Angst, dass ich mit meinen Depressionen für immer leben muss.“

Chronisch depressive Patienten brauchen individuell kombinierte Psychotherapien

Geschätzt leidet bis zu einem Viertel der Menschheit mindestens einmal im Leben an einer Depression. Diese psychische Störung, die gewöhnlich in Episoden oder Phasen auftritt, lässt sich mit biologischen und psychotherapeutischen Methoden jedoch zumeist gut behandeln, so dass die belastenden Symptome innerhalb einiger Wochen weitgehend verschwinden können.

Depressionen sollte man nicht unterschätzen: Je früher man sie erkennt und professionell therapiert, desto geringer ist die Gefahr, dass sie zu einer lebenslangen Belastung werden. Diese Krankheit nimmt jedoch bei etwa 15 bis 25 Prozent der Patienten einen chronischen Verlauf – unter bestimmten Voraussetzungen sogar dann, wenn die Betroffenen sich bereits in psychiatrischer oder psychotherapeutischer Behandlung befinden. 

Die Rhein-Jura Klinik ist eine Fachklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie. Innerhalb unseres umfassenden Behandlungsangebots sind wir auf die Therapie von Patienten mit Depressionen spezialisiert. 

Patienten mit einer chronischen Depression profitieren dabei von der CBASP-Methode („Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy“), die wir mit individuellen biologischen Therapieansätzen unterstützen können. Nach den neuesten klinischen Studien gibt dieser spezielle Behandlungsansatz chronisch depressiven Menschen endlich die berechtigte Hoffnung, wieder ein aktives Leben ohne Depression zu führen. 

Unsere Akut-Telefonnummer lautet: +49 7761 5600-830 oder nutze unser Kontaktformular

Chronische Depressionen: Hoher Leidensdruck, gescheiterte Therapien, gravierende Folgen

Wenn ein Mensch über einen längeren Zeitraum – oft deutlich länger als ein Jahr – mehr oder weniger konstant an depressiven Beschwerden leidet, muss man von einer chronischen Depression ausgehen. 

Viele dieser Patienten, die in unsere Rhein-Jura Klinik kommen, haben bereits mehrere erfolglose Therapieversuche hinter sich. Sie fühlen sich entmutigt, glauben selbst kaum noch an eine Besserung und sind für gewöhnlich drauf und dran, sich aufzugeben – oder sie haben diese Stufe bereits erreicht. Chronisch depressive Menschen laufen große Gefahr, ihr Selbstwertgefühl und ihr Selbstbewusstsein vollkommen zu verlieren und in die soziale Isolation abzugleiten. 

Als Erwachsener jahrelang traurig, innerlich unruhig und antriebslos – doch die Auslöser einer chronischen Depression findet man zumeist in der Kindheit des Patienten

Chronisch depressive Patienten berichten häufig, dass sie weder richtig zuhören können, noch, dass Ihnen zugehört wird. Sie sind davon überzeugt, mit niemanden richtig kommunizieren zu können, weil niemand mit ihnen etwas zu tun haben möchte. Dadurch werden ihre zwischenmenschlichen Kontakte enorm in Mitleidenschaft gezogen – im privaten Umfeld sowie in der Arbeitswelt. Denn chronisch depressive Patienten haben nicht gelernt (oder sie haben es verlernt), die Wirkung ihres eigenen Verhaltens auf andere Menschen einzuschätzen. 

Dieses Problem setzt zumeist bereits zwischen dem zweiten und siebten Lebensjahr ein, wenn Kinder weder gedanklich noch emotional in der Lage sind, sich vollständig in die Perspektive anderer Menschen hineinzuversetzen. Wenn sie dann traumatisierende Erfahrungen oder emotionale Vernachlässigung erleben (etwa den Mangel an Zuwendung oder an verlässlichen Bezugspersonen), werden diese negativen Erfahrungen abgespeichert und bleiben bis ins Erwachsenenalter unverändert bestehen. Das macht es ihnen später praktisch unmöglich, anderen Menschen gegenüber selbstbewusst aufzutreten. In diesem Zusammenhang spricht man auch von „erlernter Hilflosigkeit“ („Nonkontingenz-Erfahrung“): Wer in seiner frühen Entwicklungsphase durch gravierende Verunsicherungen, Demütigungen oder traumatisierende Verletzungen sein kindliches Urvertrauen eingebüßt hat, ergibt sich auch als Erwachsener schneller seinem Schicksal.

Das CBASP-Verfahren: Wie es sich von bisherigen Therapiekonzepten unterscheidet

Das Behandlungsziel der „Recovery“ von Patienten mit einer chronischen Depression ist es, dass sie zunächst den Zusammenhang ihrer akuten Probleme mit verletzenden Erfahrungen in ihrer Vergangenheit erkennen. Daraus sollen sie dann funktionierende Reaktionsmuster auf positive Wahrnehmungen erlernen und gleichzeitig innere Widerstandkraft (Resilienz) gegen negative zwischenmenschliche Erfahrungen aufbauen. So können sie ihre Beziehun-gen im Alltag zukünftig erfolgreicher gestalten, ihren tatsächlichen Einfluss auf ihre Umge-bung wesentlich besser erkennen und authentische Empathie entwickeln.

Das innovative CBASP-Verfahren wurde vom amerikanischen Psychologen James McCullough an der Virginia Commonwealth University in Richmond bereits in den 1970er Jahren entwi-ckelt. Ein praktischer Leitfaden für Psychotherapeuten liegt aber erst seit wenigen Jahren vor. Die Ergebnisse aktueller klinischer Studien zeigen jedoch deutlich, dass gerade diese anspruchsvolle individuelle Therapie zur Behandlung von chronischen Depressionen der her-kömmlichen unterstützenden Psychotherapie überlegen ist. 

Der Therapeut fordert seine Patienten heraus

Anders als in der klassischen kognitiven Verhaltenstherapie, bindet das CBASP-Verfahren den Therapeuten als realistischen Gesprächspartner ein. Der Therapeut zeigt „ganz normale“, wenn auch wohldosierte, Gefühlsreaktionen auf das Verhalten des Patienten wie Ärger, Enttäuschung, Unverständnis oder Zustimmung und Anerkennung. So erlebt der Patient ganz real, dass er  

  • mit ablehnendem, feindseligem oder aggressivem Verhalten in der Regel Distanzierung oder Verärgerung auslöst
  • mit Freundlichkeit und Großzügigkeit dagegen sympathische Reaktionen und Dankbarkeit hervorruft
  • und mit offenen Fragen nach Unterstützung am ehesten die erwünschte Hilfe erhält

Während der CBASP-Therapie kann der Patient daher feststellen, dass sich sein Therapeut vollkommen anders verhält als die Bezugspersonen in seiner Kindheit. Das CBASP-Konzept begreift (und nutzt) den Therapeuten also selbst als Stimulus, der depressive Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen auslösen kann. Auf diese Weise kann der Patient seine angestammten Reaktionsmuster auf Anerkennung und Kritik verändern – er erkennt, dass er sehr wohl in der Lage ist, das Verhalten seiner Mitmenschen zu beeinflussen. 

Wir wenden das innovative CBASP-Verfahren in unserer Rhein-Jura Klinik seit einiger Zeit mit zunehmendem Erfolg an. Von den meisten unserer chronisch depressiven Patienten er-halten wir positive Rückmeldungen. Das bestärkt unser qualifiziertes Therapeuten-Team darin, die Behandlungsmöglichkeiten dieser speziellen Form der Depression auch in anderen Fachzentren innerhalb der Oberberggruppe weiter auszubauen. Dr. Sonja Wahl
Leitende Psychologin und Psychotherapeutin, Rhein-Jura Klinik

Wenn Sie unter einer chronischen Depression leiden: Wir sind rund um die Uhr für Sie da

Die Rhein-Jura Klinik bietet Betroffenen als eine der ersten Kliniken in Deutschland eine stationäre CBASP-Psychotherapie in Kombination mit individuellen biologischen Therapieverfahren zur Behandlung von chronischen Depressionen an. 

Selbst dann, wenn Sie vielleicht bereits „therapiemüde“ sein sollten:  Die bisher dokumentierten Behandlungserfolge der CBASP-Methode geben chronisch depressiven Menschen berechtigten Anlass zur Hoffnung auf eine wesentliche Verbesserung ihrer Lebenssituation. 

Unseren ärztlichen Leiter der Neuropsychiatrie und Aufnahmearzt Dr. med. Rolf Peters erreichen Sie unter der Durchwahl  +49 7761 5600-830 oder per Mail aufnahmearzt@Rhein-Jura Klinik.de. Sie können selbstverständlich auch unser Kontaktformular nutzen. Einer unserer zertifizierten CBASP-Therapeuten wird sich dann umgehend bei Ihnen melden.

Individuell, innovativ, intensiv: Wir denken voraus und verlieren den Menschen niemals aus den Augen

Wer sich heutzutage als Betroffener oder als Angehöriger eines seelisch erkrankten Menschen über Behandlungskonzepte und Therapieformen informiert, stößt irgendwann mit Sicherheit auf den Begriff „evidenzbasiert“. Dieser Fachbegriff beschreibt „die bestmöglichen diagnostischen, therapeutischen Behandlungsmethoden, die auf empirischen wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen.“ 

Unser wissenschaftlicher Beirat garantiert die fachliche Nähe zur Universitätsmedizin, so dass wir auch neueste evidenzbasierte Therapieverfahren zeitnah in unserer täglichen Praxis einsetzen können.

Hinzu kommen zwei weitere Behandlungskomponenten, die für einen nachhaltigen Therapieerfolg von zentraler Bedeutung sind: Wir nennen diese Komponenten „Menschlichkeit“ und „Verbundenheit“, und damit meinen wir zunächst das positive kollegiale Klima, das unter den Teammitgliedern unseres Fachkrankenhauses herrscht – von den Servicekräften über die Therapeuten bis hin zur Klinikleitung. Das ist unsere Überzeugung: Nur wenn es uns gelingt, gut zusammenarbeiten und auf Augenhöhe miteinander kommunizieren, können wir als Team eine tiefe und vertrauensvolle Verbindung zu unseren Patienten aufbauen.

Diesen Geist finden unsere Patienten in allen Fachkrankenhäusern der Oberberggruppe. Die gelebte menschliche Verbundenheit ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Unternehmenskultur. 

Was chronisch depressive Patienten von uns erwarten können

Das Besondere an der innovativen CBASP-Therapie in unserer Rhein-Jura Klinik ist die wirkungsvolle Kombination aus 

  • intensive und hochfrequente CBASP in Einzel- und Gruppentherapie auf höchstem Niveau
  • weiteren unterstützende Therapieverfahren (siehe Infokasten)
  • Sport bzw. Bewegung in der attraktiven und heilsamen Natur des Südschwarzwalds  

Zusätzlich unterstützen wir unsere Patienten während ihres 6- bis 12-wöchigen Aufenthalts mit

  • speziellen Fachtherapien (Ergo-, Sport- und Musiktherapie)
  • Kreativ- und Körpertherapie
  • Achtsamkeitstherapie – zum Beispiel „Genuss-Training“ 
  • Informationen und persönlicher Beratung zu vielen Berufs- und Berufsfindungsfra-gen, wie etwa der Wiedereingliederung ins Arbeitsleben 
  • praxisorientiertem Coaching für die Gestaltung Ihres Alltags während und nach der erfolgreichen stationären Therapie

Erhöhen Sie Ihre Lebenserwartung!

Zu allen Behandlungsangeboten der Rhein-Jura Klinik gehört die Möglichkeit einer begleitenden individuellen Sporttherapie – von „indoor“ bis „outdoor“, etwa von Volleyball in der klinikeigenen Sporthalle bis hin zu Walking, Wandern und Jogging, Slackline, Aroha-Fitnesstraining sowie Bogenschießen. Unser Schwimmbad – es befindet sich ebenfalls im Haus – ermöglicht auch Menschen mit körperlichen Einschränkungen die sanfte Aktivierung ihres Bewegungsapparates. 

Regelmäßiger Sport und Fitnesstraining senken nachweislich das Risiko von Depressionen, Angststörungen oder Abhängigkeitserkrankungen und verringern die Gefahr, nach einer erfolgreichen stationären Therapie wieder in alte Verhaltensmuster zurückzufallen. Darüber hinaus können Sport und Bewegung gerade bei Menschen, die an einer chronischen Depression leiden, lebensverlängernd wirken. Diese Patienten sind zumeist anfälliger für körperliche Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes, da sie sich in ihren depressiven Phasen häufig zu wenig bewegen, sich nicht mehr bewusst ernähren und oftmals stark rauchen. Darüber hinaus besteht für sie das erhöhte Risiko von Abhängigkeitserkrankungen. 

Individuelle biologische Therapieverfahren unterstützen den Recovery-Prozess 

Wir bieten unseren Patienten zur Unterstützung ihrer stationären CBASP-Therapie nach Absprache zusätzliche Therapiekonzepte an. Mit diesen kombinierbaren Maßnahmen kann eine Therapie stufenweise intensiviert werden, wenn die bisherigen Behandlungsergebnisse noch nicht den Erwartungen entsprechen. 

Hierzu gehören in erster Linie die Möglichkeiten 

  • einer individuellen pharmakologischen Behandlung, konsequenten antidepressiver Wirkung bei gleichzeitiger Vermeidung von Nebenwirkungen orientiert, inklusive der Therapien mit Lithium und Ketamin
  • einer Wachtherapie und/oder Lichttherapie, vor allem in der dunklen Jahreszeit bzw. bei einer jahreszeitlich betonten Depression
  • weiterer physikalischer Stimulationsverfahren, die wir in Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Freiburg anwenden können

Erfolgreich therapiert: Und was nun?

Wenn Sie Ihre stationäre Psychotherapie bei uns erfolgreich gemeistert haben, sind Sie widerstandsfähiger („resilienter“) gegen die vielen zwischenmenschlichen Tücken des Alltags. Sie besitzen nun die notwendigen persönlichen Strategien, um auf Menschen in ihrer Umgebung „richtig“ reagieren zu können und dabei auch eventuelle Rückschläge zu verarbeiten, ohne in Ihr überwundenes Rollenmuster zurückzufallen.

Um die positiven Effekte Ihrer Behandlung langfristig in Ihren Lebensalltag mitzunehmen, zu übertragen und sogar weiterzuentwickeln, empfehlen wir Ihnen, eine der vielen Möglichkeiten zur ambulanten Nachsorge in Anspruch zu nehmen.   

Die Vorbereitung auf Ihre Nachsorge beginnt bereits mehrere Wochen vor Ihrem Entlassungstermin. In unserer Rhein-Jura Klinik gibt es dafür unter anderem spezielle Nachsorge-Gruppen, in denen Sie sich auf die sensible Zeit nach Ihrer Entlassung in Ruhe vorbereiten können. 

Das Oberberg-Netzwerk bietet Ihnen umfassende Nachsorge 

Wir lassen unsere Patienten nicht allein:  So wie Ihren gesamten stationären Aufenthalt planen und organisieren wir auch die ambulante Nachbetreuung gemeinsam mit Ihnen. Um den Übergang in Ihren Lebensalltag so fließend und harmonisch wie möglich zu gestalten, können wir auf Ihren Wunsch hin Ihre wesentlichen Bezugspersonen noch während Ihres stationären Aufenthaltes bei uns zu Ihrer Therapie hinzuziehen. Das gilt selbstverständlich auch für Ihren vorbehandelnden Therapeuten daheim. 

Neben unseren Klinikstandorten stehen Ihnen das überregionale Netzwerk der Oberberg City-Center sowie zahlreiche Korrespondenztherapeuten zur Verfügung. Diese Möglichkeiten zur ambulanten Vor- und Nachsorge werden ständig erweitert.

Insbesondere die Therapeuten der Oberberg City-Center sind mit den Oberberg-Therapien vertraut. Sie wurden teilweise in einer unserer Fachkliniken ausgebildet und können die Nachsorge bei Bedarf ohne Zeitverlust übernehmen, wenn Sie vor Ihrem Aufenthalt bei uns keinen regelmäßigen Kontakt zu einem Therapeuten besessen haben.


Wir überprüfen die Belastbarkeit und die Anwendung der erlernten Techniken sowie der therapeutischen Ergebnisse durch Belastungserprobungen in alltagsnaher Umgebung zu Hause. Erforderliche Intervalltherapien im individuellen Einzelfall innerhalb eines halben Jahres nach der ersten stationären Behandlung durchgeführt. 

Darüber hinaus haben unsere Patienten sich ein eigenes, sehr gut funktionierendes Netz von Selbsthilfegruppen aufgebaut. Sie treffen sich regelmäßig in ihren „Oberberggruppen“, um sich im Alltag gegenseitig zu unterstützen – auch das ist „menschliche Verbundenheit“.

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