VORTRAG: PTBS-Behandlung - Was wir aus der Neurobiologie für die Psychotherapie lernen können [3 CME beantragt]

Mi, 27.02.2019 16:30 - 19:00 Referent: Dr. Thomas Fuchs; Prof. Dr. Mathias Berger Rhein-Jura Klinik

Prof. Dr. Mathias Berger

Dr. Thomas Fuchs

Posttraumatische Belastungsstörungen werden heutzutage oft als Modediagnose abgestempelt, da der Begriff Trauma zum Teil inflationär verwendet wird. Und gleichzeitig werden sie häufig übersehen mit der Folge von langen und frustranen Behandlungsversuchen und erheblichem Leid für die Betroffenen. Die Diagnose ist nicht immer einfach zu stellen. Die posttraumatische Belastungsstörung ist auch nur eine von vielen möglichen Reaktionen oder Folgeerkrankungen nach traumatischen Erlebnissen.

Lange bevor die Posttraumatische Belastungsstörung in den Diagnosemanualen auftauchte, hatte der französische Philosoph und Arzt Pierre Janet um1889 bereits ein Dreiphasenmodell für die Behandlung, bestehend aus Stabilisierung, Traumabearbeitung und Integration, entwickelt, welches bis heute schulenübergreifend gültig ist. Lange galt die posttraumatische Belastungsstörung als Neurose; inzwischen ist sie, auch wenn viele Fragen noch offen sind, zu einer neurobiologischen erklärbaren Erkrankung geworden. Dazu haben die Ergebnisse der neurobiologischen Forschung und der funktionellen Bildgebung der letzten Jahrzehnte einen großen Beitrag geleistet. In diesem Vortrag soll dargestellt werden, wie diese Erkenntnisse für eine sinnvolle, schonende und leitliniengerechte Behandlung genutzt werden können.

Hier können Sie sich zur Veranstaltung anmelden.